Freitag, 14. August 2020

Das Totlaufen des Selbstzwecks in einem Zustand der Übersättigung.








Die unwahre Behauptung führt nicht zur Lösung des Problems nach seinem Ursprung. Man schreibt das Problem fort indem man seinen unwahren Inhalt impliziert. 

Wenn ich in einem Signalweg den Ort herausfinden will, an dem sich eine Störung anfängt (die Störung fängt sich tatsächlich "an" - den weiteren Signalweg und das mal ganz ohne weiteres Tuen als sich "an - zu - fangen"), dann muß ich den Signalweg abgehen und jeweils den Gleichstromanteil ausschließen. 
Das wird bei multiplen Störsignalen keine leichte Sache, schon gar nicht, wenn sie kybernetisch erscheinen und sich gegenseitig ansteuern und mit - oder gegenkoppeln und zu eigenständigen DC - Anteilen überleiten, die aber in Wahrheit eine stetige Wellensumme darstellen, die nur einen DC - Spiegel ausbildet, der sich aber in der Vielheit der Störsignale allein begründet. 

In der Herangehensweise an gesellschaftliche Probleme zeigt sich, wie sehr sich die weiße Welt der protestantischen Moraldenke von jedem Denksatz der Wissenschaft verabschiedet hat. 

Warum sage ich überhaupt "weiße Welt". Nun, ich hätte zugerne Deutschland als Ursprung des Protestantismus gerne durch den Kakao gezogen, aber das Problem ist etwas internationaler und es betrifft die Welt der weißen Christen in ihrer kulturellen Gesamtheit. Die katholische Kirche ist so derart unkenntlich modern geworden, daß man sie fast getrost in dieses Konglomerat christlicher Übermoral mit einschließen kann. Soweit es um den Effektivwert von Moral geht, ist es belanglos, aus welcher Kirche der christliche Inhalt in welcher Pulsweite kommt, es ist eine Moral mit einer klaren ideengeschichtlichen Herkunft. 
Und es ist die Moral vom Guten und Bösen, die längst die Wissenschaft in der Frage nach Ursache - und Wirkung - Größe und Folge abgelöst hat und das ist ein rein weißes Problem einer Kolonialisierung durch Moral und Lehre. 
China ist das beste Beispiel, welche Potentiale in einem Volk stecken, daß sein moralisches Selbstverständnis nicht an eine Passion und die Vorstellung von einem Leben durch den Tod hängt. Auch leiden kaum afrikanische Völker an der Sexualstörung wie sie in der amerikanischen oder englischen Oberschicht gang und gäbe sind. 

Die Denksätze der Wissenschaft einer Moral zu unterwerfen ist auch keine so sehr jüdische Eigenschaft, wo es um die Logik geht, die man der Torah entnehmen kann, und damit meine ich nicht die geglaubte Logik, sondern jene, die sich in den Tiefen der jeweiligen Begründungszusammenhänge mehrdimensional ergibt. 
Das Problem, daß die abgesättigte Eitelkeit sich über die Wissenschaft erhebt ist damit ein zutiefst christliches und in der Frage der Reinheitsansprüche ein mehr oder minder rein weißes Problem. 

Warum brauchte die christliche Welt eine "Aufklärung" ? Weil das Christentum nie begriffen hat, was mit dem Baum der Erkenntnis gemeint war, weil es immer noch an die Sünde im Erkennen glaubt, und nicht begreifen will, daß Gott diesen Baum gepflanzt hatte um den Menschen zum Erkennen zu verführen und ihn auch nicht strafte, sondern nur vor die Bedingung des Lebens stellte, die ohnehin außerhalb des Paradieses kraft der Schöpfung nicht anders sein konnten als wie sie waren im Rahmen der Bedingungen an sich. 
Dem Christ dünkt es, die Wissenschaft sei - gleichsam der Erkenntnis eine "Sünde" und so erklärt sich der Hang der christlichen Kulturkreise die Wissenschaft zu verteufeln und sie durch einen Moralbegriff zu ersetzen, der sich als Wissenschaft des Geistes ausgibt um den Begriff in einer Usurpation zu besetzen. 
Nach den Kausalitäten verlangen die Denksätze nicht, die sich auf die Moral ableiten. Selbst die Frage ob die Erkenntnis einen Bonus oder Malus enthalte ist ein christlicher Befehl, der sich vor die Anforderung stellt erkennen zu wollen. 
Der Christ gleicht dem Teufel, der Gott in die Schöpfung springt und einen Zaun um den Baum der Erkenntnis bauen würde - um damit die Schöpfung in ihrer Angedachtheit selber zu zerstören. Der Christ würde den Zustand des Niemals - Geborenseins an die Stelle des Lebens stellen nur um Gott und seinen Geist ohne Schöpfung im Undinglichen gefangen zu halten - für nicht mehr als eine Güte für sich selbst.
Der Kampf um die Güte, die sich aus dem Menschsein kraft Schöpfung ergeben soll artet zu einem Kampf gegen die Schöpfung aus, die als Erbsünde überhaupt umgedeutet wird.

Im Letzten stellt sich der Christ für das Paradies gegen das Leben um eine leblose Moral in Vollendung gottgleich erreichen zu können.
Diese Prägung bildet sich in vielen unterbewußt unterhaltenen Wertungen ab, die sich in ihrer nach oben wirkenden Summe kognitiv in Wertungssätzen zeigen, die zu expliziten Wertungen führen (und umgekehrt: Bestätigung und Syllogismus).
Wichtig ist in dieser Betrachtung, daß es um das Christentum als geglaubte  Sekundärerscheinung geht und nicht um die jüdische Identität Jesu ! Wenn man das nicht auseinander hält wird die Betrachtung zwangsläufig schief aufgehängt.
Jeshua war alles andere als moralisch, das gibt auch das NT nicht her. Er heilte und wandte sich den Sündern zu um ihnen ein anderes Leben zu ermöglichen. Das ist keine praktische Moral, das ist eine Logik sozialer Aufschlüsselung und einer Auflösung von Moral als Gefängnis der Rollenbilder.
Der Christ ist in gewissem Maße seines Glaubens an den toten Heiland im Gewandt der Moral der Anti - Jesus. Der Christ glaubt an den toten König der Juden, er glaubt nicht an das Leben, und sei es dasjenige des für sich als solchen gehandelten Messias.
Die Funktionseinsicht ist eine direkte Folge der Kausalbetrachtung - selbst im sozialen Sinne einer Ordnung, die sich logisch - nicht geglaubt erschließt.
Der Wohlstand, die Wissenschaft und die Theo - Logie, der Logos, der Sinnschluß als Summe des Erkennen - Könnens, diese Dinge werden als Sünde gewertet und mit Moral belegt. D.h. Wissenschaft ist immer bedingt durch ihren Nutzen an der Moral, die Moral relativiert sich nicht an der Erkenntnis.

Die Weltrettung des Klimas, die Rettung der Menschheit vor Corona, der Kampf gegen den Rassismus, das sind alles moralische Forderungen nach einer unbedingten Tugend innerhalb moralischer Denksätze, die allesamt christlich unterfüttert sind und auf kalvinistische - methodistische Radikalforderungen verweisen - Güte zu üben und sei es darum, sie mit dem Terror der Verachtung aller behaupteten - willkorenen Andersartigkeit zu erzwingen:
Dieser Terror der Güte aus den Konventikeln, dieser Katechismus mit dem man den Tod zum König neben Gott erklärt und den leblosen Korpus zum Ziel allen Strebens erklärt, gegen alle Schöpfung und ihren Sinn positiver Widersprüche.

Was sich derzeit in der Welt vollzieht ist eine Kolonialisierung der Welt durch die Moral der überlegenen Rettung ihrer durch den weißen Mann als dem erhabenen Herren über Gut und Böse - über Heil - und Rettung der Menschheit zu seiner Güte Füßen gelagert im Staub ihrers Unglaubens vor der Herrlichkeit des viktorianischen Anstandes in Samt und Spitze.
Es ist übrigens keineswegs verwunderlich, daß sich hier Pfarrerstöchter und sonstige Abkömmlicher lutheranischer Sektiererei besonders hervortun und die katholische Kirche da müde nebenher hinkt um an der gerade aufgetragenen Mode nichts Gläubiges zu verlieren. Man könnte auch sagen, daß die Katholiken dazu übergegangen sind im Waschwasser der Protestanten Reste von Moral zu schürfen.

Was dieser ganze Zustand in der Summe ist, kann man als umfassende Kulturkrise beschreiben, die sich in der Moral einer Forderung nach ihr durch sie und aus ihre selber aufzehrt.

Es ist das Totlaufen des Selbstzwecks in einem Zustand der Übersättigung. Die westliche Welt hatte in den 1980ern und 90ern alles Erreicht, was sie hätte erreichen können, sie zerstört nun ihre Überlegenheit in den Wissenschaften und dem Leben von Erkenntnis - dem Übergang von Undinglichkeit in ein gedachtes Allgemeingut durch den Wunsch sich selber überlegen sein zu können.
Das ist in etwa wie das Phänomen, wenn eine Welle aufläuft, bis sich ihre Spitze bricht und sich die in der Welle gespeicherte Energie entwertet.
Die Welt danach wird wohl bestimmt werden von Völkern, die dieser Logik entbehren. Chinas Aufstieg ist nicht so sehr der Überlegenheit des Kommunismus mit der Adaptionsebene der Marktanbindung geschuldet, als eher dem Umstand, daß der weiße Mann irgendwann meinte, er sei kraft seines Geistes zur Güte verdammt, der nur die Produktion der dummen Völker zu folgen habe.
Die Hybris hat die Produktion verlagert, es konnte China von der Hybris der christlichen Kolonialherren mit der CNC - Maschine konsequent profitieren. China hat diese Hybris ad absurdum geführt und schert sich nicht so sehr um "geistiges Eigentum" der Herren des Geistes, für die man die Produkte der Herrlichkeit erstellt. Warum auch, scheren sich die Herren des Geistes so sehr um die Bedingungen, unter denen ihre Machwerke entstehen ?
Hier vernebelt die Moral und die Entrüstung des Herren den Blick auf die Verhältnisse und den Anspruch des Subordinierten auf eine Wertschätzung seiner, ihm vom Herren zugedachten - ausführenden Rolle.

Im schlimmsten Fall kauft der Sklave dem Herren die Güter seiner Güte des Geistes schlicht unter dem Allerwertesten weg um sich aus seiner Rolle zu befreien.
Der Herr schreit nach Rache, was dem Sklaven einfiele selber ein Herr seiner selbst sein zu wollen und der Herr greift nach der Peitsche der Moral.
Die weiße Welt führt ihre Überlegenheit ad absurdum und bricht sie in einer grotesken Aufführung einer narrativen Güte.


Sobald diese diffuse Aufstellung ökonomisch greifbar wird, folgt eine narrative Krise moralisch der nächsten.

Und das geht solange so fort, bis sich die Moral an sich selber aufgefressen hat und die christliche Güte in der Gosse landet, damit ein Jesus kommen möge um das verlorene Schaf erneut mit Moral auszustaffieren.

Warum sich eine Supermoral derzeit überhaupt auftürmt ist ein anderes Thema, es zeigt aber grundlegend, daß Übersättigung zu einem Mangel an Reizen führt und man in einer Aberlogik beginnt sich der Grundlage des falschen Ichs irgendwie entledigen zu müssen.

Denn eigentlich will der Mensch ja leben, ohne seine Gefängnisse der Befehle, wie der Mensch zu sein habe um in einer bloßen Vorstellung verwahrt zu werden.


Hier bietet sich ein gedanklicher Übergang an zu einem "Versuch der Befreiung". 



Donnerstag, 13. August 2020

Stalingrad und Urlaubsheimkehrer

Bayern wollte die "Testoffensive" und nun fehlt es an der Infrastruktur die Daten zu erheben und nutzbar zu machen. D.h. man testet und spielt Test und die Infizierten laufen munter herum und sind dann als noch falsch positiv. That is heavy doody stuff dude !

Dieses Scheitern zeigt ziemlich deutschlich, was mit einem kollektiven Gedächtnis und kollektiven Denksätzen gemeint ist:

Die Wehrmacht hatte Russland angegriffen- taktisch brillant - operativ top aufgestellt, der beste Angriff aller Zeiten, wenn man den Angriff und die operative Handlung isoliert betrachtet !

Woran scheiterte der Russlandfeldzug ? Genau, an der Infrastruktur im rückwärtigen Raum ! An dem unterlassenen Gedanken auf der russischen Spurweite nicht mit deutschen Wagons fahren zu können, an der Versorgung und der Logistik.

Die Deutschen hatten sich in der taktischen Offensive buchstäblich die Schleppe ihres Rittergewands abgeschnitten, der Erfolg wurde mithin der Anlaß für den Grund des Mißerfolges, davon abgesehen, daß die Russen die Deutschen gerne mit ihrer Lehrbuchmeinung vom Krieg an der Nase herumgeführt hatten und keineswegs so dumm waren, wie es der deutsche Anschein auf die Anordnung der Kräfte gerne gehabt hätte.

Bayern erklärt eine Offensive und hat keine Infrastruktur im rückwärtigen Raum, das Chaos ist vorprogrammiert und die Show droht dem geshowten Anlaß das Eigenschaft der Bedeutung zu rauben.
Damit stellt der Verlust einer einzigen Schlüsselbegründung alle Taktik zuvor wertlos. Das ist beispielhaft ein Ausdruck von übertragenen Modi, die sich als Denksatz diffus und unbewußt ererben. 

Der deutsche Konsens hat Corona als Krieg gegen das Virus vorgegeben, es werden "Offensiven" lanciert und im Letzten geht es aus wie bei General Paulus, daß die Versorgung dieser Weltbedeutung deutscher Moral schlicht nicht funktioniert.

Corona ist auf deutsch wie die zwei Weltkriege: Taktisch alles brillant, die Organisation der Hysterie ist vorbildlich, aber es steht - wie bei Deutschen typisch - keinerlei Strategie dahinter und keine Idee, was hinter dem taktischen Erfolg überhaupt für eine Struktur kommen soll. Das Siegen in der Schlacht ins Nichts hinein - ohne Vorstellung vom Frieden im Erfolg. Das ist ein verbrieftes und besiegeltes Rezept des Scheiterns mit Garantie desselben.

Die hochgestochene Versorgung der gewillkürten Katastrophe als Grund der eigenen Bedeutung bricht zusammen, schlimmstenfalls bleibt sogar die Katastrophe aus und es bleibt übrig ein Häuflein von Kämpfern, die sich in sinnlosen operativen Bewegungen selber ermüdet haben (Extremforderung: Stellungskrieg - versus - Bewegungskrieg).

Die Ermüdung an der eigenen unbedingten Bewegung (oder unbedingten Stellung) war eine Erklärung unter vielen, warum die Deutschen ihre Kriege immer wieder verloren. Dazu kommt, daß der "Offensive" kein brauchbarer Grund zur Seite steht, der geschichtlich auch haltbar wäre. D.h. auf die historische Bank gezogen ist der Verlust jedweder Begründung im kausalen Zusammenhang garantiert. Die Kausalität ist immer nur ein momentaner Zweck, kein objektiver Zustand oder Umstand aus einer Begründung, die auch noch in 100 Jahren der Betrachtung standhielte.

Die "Pandemie" ist genau so wenig der Grund für den Niedergang der deutschen Wirtschaft wie etwa "das internationale Finanzjudentum" der Grund für den Niedergang Deutschlands nach 1919 war. Wenn man den Grund für den Niedergang Deutschlands in den 1920ern sucht, muß man bei der vergeuderischen Kriegswirtschaft des Kaisers suchen, bei seiner inneren Aushungerpolitik für den Mehrwert der Kanonen und wenn man den Grund für die heutige Misere sucht, dann imponiert der Aufkauf der maroden DDR durch Strauss und seine Kredite und die Reststruktur der deutschen Wirtschafsformation als Erbe der technischen Entwicklung aus Kriegszeiten. Darüber hinaus kommt ein überkonservatives Industriebild und der Verlust des Anschlusses insbesondere bei der Elektronik und der überhaupt physikalisch basierten "undinglichen" Datentechnologien.

Kollektive - syllogistische Muster bringen - unabhängig vom politischen und verfassungswirklichen Umfeld - identische - also selbst - seiende Abbilder hervor, die sich aus dem Erwerb von Denksätzen erklären lassen.
Das ist der Bereich kollektiv - unterbewußter - also dem kognitiven Denken entzogener Werte, die sich durchweg nur in der Transzendenz erfinden lassen, also in der Welt der summarischen Werte, die sich hinter den Normativen des täglichen Lebens abbildet.

Das Naturgesetz bei der Sache mit dem gewillkürten Anlaß ohne Geschichte ist dann noch dieses, daß das Maß der Ersatzerklärung selbst offenbart, wie wenig man in der Sache der komplexen und angelegten Haupterklärung selbst abzuändern vermag. D.h. die Ersatzerklärung für einen Umstand wird um so inflationärer gebraucht, wie die Macht über dem eigentlichen Umstand schwindet.
In dem Moment wo die Ersatzerklärung in einen apodiktischen Glauben abgelöst wird, also sich die Strömung des Inhalts wahnhaft von jedem Untergrund einer Tatsache löst, ist die Anlage für den Zusammenbruch einer alten Ordnung installiert.

Die Politiker müssen an ihre Bedeutung in den geformten - künstlichen Katastrophen glauben, weil sie erkennen müssen in den wirklichen Dingen dieser Welt in Anbetracht der Größenordnungen machtlos zu sein. Gib dem Kind Knete in die Finger, damit es den Herd nicht anfasst.  Die Machtlosigkeit und Inkompetenz wächst mit der Größe der Ersatzerklärung - ins Unermessliche und Irrationale.

Wirtschaftlich bedeutet das aber auch große Spielräume zu bekommen, wenn sich eine Nation in der Angst verrennt und sich an wahnhaft in der beigemessenen Größe übersteigerten "Gegnern" festbeißt. Man kann förmlich ein unendlich anarchisches Spielfeld bekommen, derweil sich alle auf die Pest fixiert haben.

So war Wirecard überhaupt erst möglich.

Das ist das Chaos wie im Film Oceans 13- alles glaubt an die Pest und jeder kann das Casino plündern, wie er will. Die Politik ist im abarischen Punkt, oder wenn man so will im Apogäum der Achterbahn gefangen - schachmatt !

Zieht sich die Politik bei Corona zurück und deklassiert den Anlaß wird sie restlos unglaubwürdig, politisch tritt die Destabilisierung ein - dann verliert sie in der eigentlichen Hauptsache. ODER sie verharrt im gewillkürten Modus der Seuche und behält ihre Doktrin und das Casino wird geplündert, weil ihr die Hauptsache entgleitet.

Das ist eine Klapsmühle, macht man die eine auf, geht die andere zu und umgekehrt und der Andere verliert - frei nach der Mutter aus Harold und Maud in der Frage "ob die sexuelle Revolution zu weit gegangen sei": "aber sicher".

Das ist abgehoben - bizarr und über das Maß aller möglichen klinischen Erscheinungen der Psyche - grotesk, ABER es hat der Vorgang des Scheiterns doch etwas Esprit, man muß nur aufhören, in ihm mehr als einen guten Film zu sehen, etwas Surreales, was die Clowns in ihren hochbezahlten Hauptrollen aufwertet und zu guten - allerseits geehrten Schauspielern macht.
Die Rolle des bedeutungsschwangeren Volksunterhalters ist ja ehrenwert und nicht gänzlich ohne Anspruch.


Mittwoch, 12. August 2020

Das letzte freie Land im Europa unter deutscher Vorherrschaft

Die Schweiz:

Ob in Zürich, Basel oder Bern, oder sonstwo in der Schweiz: Corona, war da was. Die Leute sitzen in Cafes und am Fluß und baden, als wäre nie etwas gewesen. Corona gibt es in der Tram, an der Kasse, am Stand für Kaltgetränke und der Bundesrat sollte dringend erwägen, es mit "den Maßnahmen" gleich bleiben zu lassen, bevor sich die Sache im ÖV noch restlos grotesk ad absurdum führt.

Aber Bundesbern ist weit, selbst für Berner, der Schweizer macht die Show mit, wie mancher widerwillig den WK und das wars.

Ein bisschen "Corona - Patient Läppli" darf es geben.

Interessiert das einen wirklich, wenn er sich im Rhein auf einem Wickelfisch des Lebens freut ?

Das ist der unglaubliche Vorzug der schweizer Seele, sie lebt und vergisst sehr oft, daß es überhaupt eine "Regierung" gibt.

Und der Gesslerhut vor dem Gesicht, der kommt auch noch weg und danach wird die Schweiz wohl wieder sehr unregiert, nur damit keiner mehr über die Teilhabe am Wahnsinn der Welt sprechen muß, Diskretion ist alles und das Vergessen auch.

Die Deutschen drehen durch, vollkommen, sie sind das, was sie immer waren, der größenwahnsinnige Hygienefanatiker der Welt. ... "Die Corona - Gesetze von Nürnberg....", die Maßnahmen zur Rettung der Menschheit, zur Gesundheit des Volkskörpers usw..
Wenn man den Kontrast sieht, was in Deutschland abgeht und was die übrige Welt aus Corona macht, dann braucht man keine Frage mehr zu stellen, von wem der Unfrieden in der Welt ausgeht.
Ich wage auch mal die Voraussage, daß die deutsche Seele nicht eher ruhen werden wird, bis sie sagen kann: "Diese Stadt ist coronafrei". Die "Testoffensive" (nicht Tet- Offensive, baut aber klanglich recht nahe bei einander), die Jagd nach dem letzten Virus, nach dem letzten Infizierten bis zum Endsieg im Triumph des Willens über Corona.

In gewissen Kreisen dieser Welt wird man sehr genau hinsehen, was die Deutschen da für eine Aufführung abliefern und es wird irgendwann die sozialwissenschaftliche Abrechnung von außen kommen und wenn es um Bewertungen geht, wie man Deutschland international handelt. Nach diesem Irrsinn wird man sicher nicht mehr von einer vernünftigen Industrienation ausgehen, mit der man ohne Weiteres Verträge schließen kann und schließen will, es sei denn für einen einseitigen Vorteil.

Auch die Quintessenz: "Die Freiheit war den Deutschen den Tod nicht wert, das Sterben in der Isolation auf Befehl schon" ist bitterer Stoff. Unterlassene Behandlungen für eine Idee vom endlich doch noch erlebbaren "Siegen in und vor der Welt" sind eine klare Aussage im Menschenbild (welchem ?).
Ich glaube sogar langsam, daß der deutsche Humanismus und die Moral der Philosophie nur ein Geschwätz sind, daß von dem Umstande ablenken soll, daß sich diese Tugenden mit dem Selbstverständnis des preußischen Staatsgedankens vom Mensch als Baustein in einer Schaltung von selbst ausschließen müssen.

Die deutsche Philosophie ist ein Wunschdenken gegen das Ich der Nation.

Wohlgemerkt verlangen die Deutschen ein Menschenrecht stets als Recht, nie als Selbstverständnis ohne den Rahmen des Ausdrücklichen in einem Rahmen !

Sie sagen nie: "In der Wirklichkeit der Verfassung" sie sagen immer "Im Rahmen des Grundgesetzes".

Wie soll man nun mit einem Staat in der Welt umgehen, der abermals bewiesen hat, daß er Demokratie kraft seiner Bevölkerung nicht kann und der ungreiflichste Anlaß in der hysterischen Übersteigerung genügte das alte Ich zu evozieren ?
Anders gefragt; wie frei kann Europa agieren, wenn es am Gängelband der deutschen Besserheit herumgeführt wird, wie ein Hund dem das deutsche Herrchen gerade noch erlaubt das Geschäft auf die Chaussee zu machen um sich hernach die klammen Fingerchen des Bürokraten am warmen Inhalt des Kotbeutels zu wärmen ?

Wie frei ist die Freiheit, wenn sie ein Einzelstück ist ? Sie ist doch gezwungen ein Einzelstück zu sein, oder ?


Sonntag, 9. August 2020

Einfalt schöner Spötterfunken.

Ich fahre am örtlichen Fußballverein vorbei und beobachte die Szene:

"Ja, Torben, sehr schön, jetzt einen Pass zum Sebastian, toll gemacht, ausdribbeln, jawohl, das kommt schön, sehr schön, aber Torsten, was soll das da hinten im Strafraum, hab ich nicht tausendmal gesagt...".

Da steht eine Jugendtruppe von Pubertierenden, die allesamt abhängig vom Trainer auf Input warten, auf eine Befehlszeile, wenn man so will. In den Pausen der Befehle strotzt die Szene vor Interdependenz, vor allen Elementen eines Ichs im Wir ohne Ich von Ich und des Ichs menschlich Gnaden.
Das lokale Unternehmen für Durchflußmesstechnik, ein Fußballverein XXL, es wird gelernt, was vorgegeben ist, oder "bei - gebracht" wird, oder - "unter- richtet". Auch hier macht der Blick nach rechts und links, und vor allem nach oben den Menschen.

Die Hackordnung tritt an die Stelle des Geistes, die Division, die Standarte, was auch immer an kollektiver Identität.

Was unterscheidet Einstein von Heisenberg ? Einstein hat nie eine Uniform getragen, Heisenberg schon, jeder denkt bei einem Genie zuerst an Einstein, keiner an Heisenberg.
Heisenberg war der Typ, der noch in der Provinz mit Mitteln forschte, die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten waren, wenn man den Keller in Haigerloch mit den Anlagen von Los Alamos vergleicht.

Heisenberg ist so irgendwie der Anton Bruckner unter den Physikern, - ein Genie und ein Trottel in einem. Heisenberg hatte nicht genug Gewissen um ernstlich depressiv zu werden in einem System, das nach Leichen stank. Das macht ihn zu einem Wissenschaftler zweiter Klasse, auch wenn man das öffentlich anders handeln mag. Er hat für eine Truppe von gewissenlosen Psychopathen den Idioten der Formeln abgegeben. Das Herz macht das Genie zu dem, was es ist, die Intelligenz alleine ohne das Gefühl, das sie leitet macht etwas gewöhnlich, zeitweise unwillkürlich gefährlich.

Was hätte Heisenberg getan ? Seinen Kollegen des Faches eine Atombombe mit Hakenkreuz auf den Kopf geben um der einzig Einzige zu sein, für eine Medaille vom Führer, oder einem Lob bei Bier und Wurst ? Was ist so verführerisch daran der Macht dummer Diener zu sein ?
Wohlgemerkt Heisenberg lächelt in Uniform nicht gerade verkniffen, er lächelt, ihm hat das Forschen unter dem Hakenkreuz keine schweren Depressionen eingebracht, das ist mal ein wissenschaftlicher Faktor, das Nicht - Leiden unter Perversion, die Abwesenheit für das Gefühl für den Irrsinn, dem man als Idiot mit höchster Intelligenz gerade dient als hätte man kein Hirn.

Das ist u.a. der Grund, warum Amerika die Atombombe zuerst hatte, es hatte die besseren deutschen Wissenschaftler und entbehrte der Idiotie einer Ideologie den letzten Funken Gewissen geopfert zu haben.

Was hat das mit "den Jungs" und "Mädels" vom Fußballverein zu tun ?

Sie sind die Wesen in der Uniform und dem Leistungswillen ihres Trainerbank - Despoten - verlängertem Arm der seelisch hässlichen Eltern unterworfen - und sie mögen noch so intelligent sein, sie werden es immer auf die Idiotie bringen zu dienen, auf Zuruf, sie werden funktionieren, sie werden gehorchen über allem als Modus genereller Handlungsanordnung, es mag unter ihnen Genies geben, in der Truppe und der Interdependenz wird alles in ein imbeziles Gebräu verwandelt.

Das ist der Grund, warum Deutschland immer die besten Entwicklungen hervorbringen mag, den größten Geist, die schönsten Philosophien und die brillanteste Musik. Auf dem Sprung Gott durch das Können und die Kunst in die Welt zu holen werden die Deutschen vulgär und verklumpen sich um als tumbe Masse alles zu entwerten und zu meinen im Wir über Gott kommen zu können.
Das, was Gott in der Welt wirklich macht ist das Gewissen und die Verzweiflung, die Freude und die Depression, also alles, was menschlich ist und nicht der Kategorie unterworfen, jene Elemente aus der unbekannten Welt in uns.
Deshalb ist Deutschland immer wieder der Verlierer seiner eigenen Bedingung, es dient selbst dem Gedanken und der Theorie, die immer unvollendet bleiben müssen, weil jeder dient und keiner töricht den Drang nur liebt, zu wissen um befriedigt schlafen zu können, - für sich von sich und zu träumen aus sich.

Wissenschaft bedeutet eben auch, zu wissen, wann man für den Falschen denkt und wirkt. Das ist eine innere wahrere Wahrheit als das Fach allein, es ist der Mensch, der es in sich trägt, Herrscher und nicht Beherrschter über sein Tun.
Deshalb wird Deutschland den Anschluß in der Welt der Elektronen verlieren, es dienen seine Geister, der letzte Funken Mensch, der sie zum Genie in der Gestalt eines Produktes erhebt, wird immer fehlen.
Wernher v. Braun brachte es zu seinen Träumen in Amerika nicht in Deutschland. Auch wenn er es nicht gemerkt hatte, die deutsche Einfalt muß ihm am Fuß gehangen haben wie Uran so schwer. In Deutschland blieb es bei einer primitiven Tötungsmaschine (mit einer genialen Pumpenkonzeption), - aber groß wird man mit der Hundescheiße deutscher Sozialisation im Sohlenprofil nicht. Die Saturn V ist kein Format für Deutsche.

Das macht eine Aussage aktueller wirtschaftlicher Aufstellung. Die Deutschen können weder E- Mobilität noch Elektronik in der nötigen Abdeckung des internationalen Wettbewerbs. Sie fördern nur gemeinschaftliches Lernen und eine "Ausbildung", nicht eine "Selbstbildung" und Individuen, diese verschrobenen Hinterhof - Sprengmeister und Bit - Phantasten, die Sorte mit dem nicht konformen Schuß ins Himmelblaue bis an den Rand des psychiatrischen Formats.

Die Deutschen bringen keinen Bill Gates hervor, keinen Zuckerberg, oder sonstige Glücksritter mit und ohne Lötkolben, die Deutschen spielen Fußball und dribbeln und warten auf den Input, auf die Befehlzeile, ohne die sie sich nicht vermehren, nicht denken, nichts schaffen und nicht sind.

Des Führers Diesel oder die Weiterentwicklung des Käfers bis in die Perfektion von Käfersein, es wird immer das gleiche Format sein, nie etwas über das Maß des Totalen hinaus. Und sie werden es immer wieder beweisen, daß alles alternativlos ist, und total und sie das Jüdische in der Relativität so sehr verachten, bis sie unwissenschaftlich werden und lächerlich nur noch um deutsch zu sein in Einfalt schöner Spötterfunken.


Montag, 3. August 2020

Das große Uhrwerk der Deutschen.

Wenn man die Deutschen und ihre inneren Untergangslogiken verstehen will, warum sie sich zerstören müssen um zu leben, dann muß man sich über einen Umstand im Klaren sein:

Den Faktor der gefühllosen Elternhäuser.

Die Deutschen sind ein Volk, das systematisch zu Kriegern und Beamten erzogen wurde ohne Rücksicht auf irgendeine Ich - Identität. D.h. sie sind ein Volk ohne die Anwesenheit von Gefühlen, wenn diese nicht kognitiv - verbalisiert werden.

Gehorsam bis zur Auslöschung der eigenen Person, angepasst bis zum Tod im Leben, Vollendung durch die Aufgabe des Ichs und die Abwesenheit jeder Gefühle, die einer Ich - Identität entspringen: Der totale und kollektive Mensch ohne Bezug zur Seele, das ist das hohe Ende der deutschen Erziehung.
Um sich zu fühlen braucht der Borderline - Patient den Input, das Tabasco, den Schmerz um an diese Kammer heran zu kommen, die das Ich - komprimiert verschließt.
Ein Volk, was so in seinen Grundwerten strukturiert ist, Gefühlen keinerlei Gegenwart geben zu können - von den gespielten solchen einmal abgesehen - muß kollektiv "untergehen" um dieses Manko, dieses Defizit überwinden zu können.

Die deutsche Selbstzerstörung ist wie eine Art kollektives Ritzen.

Erst die Trümmer, erst die Vernichtung der Größe, die die Mutter nicht mit Liebe erfüllt, überwindet die ausweglose Sackgasse der künstlichen Identität.

Um geboren zu werden aus der Kälte der Gefühlsabwesenheit können die Deutschen nicht anders als groß zu werden um die Fallhöhe zu erwirtschaften, die ausreichen soll in einem gewaltigen Einschlag zu dem Kern des Kindes vordringen zu können.

Das ist manisch, die deutsche Gesellschaft kann nicht anders, sie will groß sein um zu implodieren, sie will erfüllen um von der Erfüllung frei gemacht zu werden, sie wird Kriege bis zur Erschöpfung führen um im Untergang und dem Verlust des Krieges endlich von der Pflicht wider das Gefühl entbunden zu werden. - Es ist eine Entbindung von einem satanischen Umstand der sich als Staatsvolk kraft der Werte gegen den Menschen richtet.

Das ist auch der Grund, warum Risikoanalyse für Deutschland sinnvoll - innerlich aber wertlos ist. Man kann nichts erreichen, wenn der Patient nicht erkennt - also im Untergang und der Erfüllung seiner Manie erkennt, daß sein Leiden ohne die Anwesenheit von Gefühlen der Grund für alle Umstände war.

Wenn man Deutschland in der Weltwirtschaft einordnen will, muß man um diesen Turnus wissen, um diese Logik der Selbstvernichtung aus einem Mangel heraus.
Deutschlands Wirtschaft ist so stabil wie sein staatliches Schauspiel der Funktion, die deutsche Wirtschaft ist so labil wie die emotionalen Bezüge innerhalb der deutschen Familien. 

Das ist ein mathematisch wirksamer Faktor.

So ausweglos wie die Sozialisation ist ihre kausale Logik in der wirtschaftlichen Übertragung tiefenpsychologischer Mechanismen.

Es geht um das große Uhrwerk der Deutschen und ihre psycho - soziale Aufstellung in der Übertragung ontogenetischer Muster in die Wirtschaftsstruktur.

Das, was sie groß macht, macht die Deutschen auch klein. Ihre Leistung ist die Trauer der Kinder, die das Weinen aberzogen bekamen. Das sind alles komplementäre Elemente und jeder Größe an Kapabilität kommt ein Defekt hinzu, wenn die Fähigkeit eine Kompensation und kein natürliches Interesse verkörpert.

Die Deutschen werden solange und unnachgiebig an ihrem Untergang bauen, bis sie endlich den Umstand bewirken, der sie von der Größe befreit, die sie selber erdrückt. 

Das ist ein sozial - reales Investitionsrisiko, das man gedanklich implizieren muß, wenn man Deutschland als ökonomischen Faktor einkalkuliert. Die Leistung der Nation hat einen psychologischen Schatten und dieser hat eine Wirkung auf die Leistung.

Das Schwierige liegt darin, daß man nie genau voraussagen kann, wann der Schmerz des Gefühlsmangels dem Vertrockneten kollektiv so zusetzt, daß er seine Wirtschaft anfängt zu zerstören um sich zu "befreien" (Haben oder Sein) - wann also das Sein so unerträglich wird, daß man das Haben aktiv vernichtet um überhaupt Luft holen zu können.

Das ist in Bezug auf Deutschland so unberechenbar wie ein Erdbeben.

Corona als Untergang ist die Erlösung von dem Bösen in sich, es ist eine vermeintliche Größe neben der Größe von Gott, die endlich nicht von der eigenen Größe abhängt und das ist für viele so eine Entlastung, daß sie lieber die Welt in der wirtschaftlichen Instanz opfern werden, als diesen Rettungsring eines falschen Lebens in Frage zu stellen.

Das ist ausweglos und dieses Gefühl, mit allem Wissen vollkommen ohnmächtig zu sein, finde ich - ehrlich gesagt: Scheiße !
Das ist das Scheitern meiner, mir selbst suggerierten Größe, daß ich etwas umschreiben kann, vielleicht sogar im Grund der Sache treffe - ABER: Ich richte nichts aus, ich werde nichts, gar nichts verhindern oder ändern, ich kann nur zusehen, wie ich in dieser Frage von Größe einer kollektiv - psychologischen Tatsache - überlebe und das bezieht sich auch auf meine Gefühle und deren Instanz einer Wirklichkeit in meiner ureigenen Aufstellung.

Die Selbstzweifel sind mitunter ein probater Krückstock, der einem sowenig Sicherheit beschert, daß man im Mindestmaß selbstständig läuft.

















Die Welt - Wurstbude

Erstens kann ich falsch liegen. Denn der Verlust betrifft die Blase seit 2008, nicht die bereinigte Substanz.
Ich kann - zweitens - auch richtig liegen, wenn die Lawine mit der die Blase abgeht, die Substanz mitreißt.

Corona war ein Trigger, es war nicht die Leistungsmasse der Krise.

Ich wage hier mal eine Voraussage:

Die Politik wird sich immer mehr in "Corona" und "Rassismus" und "Klima" verstricken, je offenbarer die Inkompetenz in den Fragen der wirtschaftlichen Situation wird.
Sellvertreterheldentum ist das.

Die Grünen fordern den Rauswurf von "Maskenverweigerern", die nächsten wollen das Demonstrationsrecht wegen Corona einschränken, die nächsten sehen hundert und eine Welle, die wieder nächsten hoffen auf einen Impfstoff, den nach der Herdenimmunität keiner mehr brauchen wird, usw....
Zeit gewinnen vor den wahren Problemen aus 2008 ? Wofür die Zeit, damit das Problem größer wird, wofür gewinnen, wenn man mit der Zeit verliert ?
Die Politik kann geschlossen rennen, wohin sie will, sie kann auch anfangen eine braune Unterströmung totaler Forderungen nach Staatlichkeit zu entwickeln - das alles wird nichts an den Problemen ändern, die als Lawine von Zahlen hinter den Themenflüchtlingen her rennt.

Auf die Frage wie man mit der Blase, die seit 2008 angewachsen ist umgeht, gibt es bis heute keine Antwort - nicht von diesen Politikern.
Der Markt bereinigt sich erst einmal chaotisch - anarchisch und wird wahllos instabil. Dafür gibt es aber keine Trägheitsredundanz solider Einzelgewerbe, weil man die über Jahrzehnte systematisch geschwächt hat, so daß die Krise auch auf diese Wirtschaftszweige durchgreift - und das als wie zu forderst.

Dann kommt noch die Problematik mit dem Umstand, daß Kredite über Jahre hinweg eine künstliche Wirtschaft geschaffen haben, einen vollkommenen Artefakt an Volumina. Leistungsgedeckt ist davon nichts und wenn das so weitergeht, gemessen am Börsenwert auch nicht die geringste Sicherheit gegeben, weil das Unternehmen in den Büchern ein Ramschladen wurde.

Der reelle Produktionswert und der Anlagen - und Technologiewert ist ja gegenstandslos geworden.

Es wird auch die Kapitalgewinnung über den Realwert hinaus ein großes Problem werden, daß sich aus den 1990ern weitervererbt hat. Der Börsengang hat manchen Geldsegen gebracht, ob diesem nun ein Realwert entgegenstand oder nicht. Und diese Wertdifferenzen sind nicht leistungsgedeckt, schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Das sind Unternehmen mit Phantasiewerten, auf die es beim Kassensturz nicht ankommt.

Man hat über 20 Jahre lang gedacht mit einer verbalen "Marktposition" könne man Geld ohne Ende generieren, dem ist eben nicht so. Man hat Unternehmen dem reinen Namen nach "strategisch aufgestellt" ohne jede Entwicklung der Produktpalette, ohne eine Pflege der Technologie über das bekannte Maß hinaus.
LiPo - Akkus sind seit über 10 Jahren Stand der Technik. Kein Autohersteller hat sich an diesen Batterietyp bisher rangewagt. Bei LiIon - Akkus geht die Geschichte noch weiter zurück.
Man hat die Schrempps vorgeführt wie den Vierbeiner auf der Promenade, man hat Börsenwerte erlabert. Da stand schon seit Mitte der 1990er an Technik nicht mehr wirklich etwas dahinter. Ganz im Gegenteil, mit AD - Trans wurde auch noch die Brückentechnologie verkauft, die als Nebenprodukt hätte Lösungen für die E- Sparte bringen können.
Man hat die Weltkriegstechnik auf die Spitze getrieben, gut, die ist wirklich fein gebaut und der Nutzfahrzeugantrieb ist vom Feinsten. Aber solche Leistungen reichen nicht zur Ewigkeitsformel.

Corona ist nun wirklich nur die Spitze der Ausflucht vor der Summe dieser vielschichtigen und lange angezüchteten Probleme.

Deutschland hatte mit dem Verlust der Unterhaltungselektronik und spätestens mit dem Untergang von Nixdorf den Anschluß verloren und die DDR als grobschlächtiger Bollen am Hosenbein hat dem ganzen Faß den Deckel aufgesetzt.

Rohde und Schwarz ist noch eine Firma, die heraussticht und einer der letzten Diamanten einer ansonsten durchweg überalterten Industrienation. Man sollte als eine wirklich gute Firma aber überlegen, ob man sich mit grobschlächtigen Politikern ungehobelter Sprücheklopferei ablichten läßt ohne daß das Weißwurstfett auf die Platine tropft und den Ruf versaut.

Die deutsche Wirtschaft und ihre Nähe zur Politik das ist ein Problem seit 1933. Wenn die Unternehmen auf ihre Produkte achten würden, auf eine breite Segementierung und die Nähe zu Kunden und dem Weltmarkt suchten und überdies die Politik vergäßen, wäre es eine Aufstellung, wie sie für die Schweiz gilt, wo die Politik ein eher geringer Faktor im alltäglichen Leben und gerade erst noch der Wirtschaft ist.

Der Gemeindepräsident in der Schweiz ist ein Verwalter und ein Interessenvertreter und nicht ein Sepp wie der deutsche Bürgermeister, den man als bierseligen Unterhaltungsschauspieler herumreicht.
Das hat für Unternehmen auch eine Außenwirkung, ob man sich modern aufstellt, oder doch irgendwie bei aller inneren Güte deutsch - provinziell nach Außen produziert, wie eine Hitparade der Volksmusik - Heintje und Hightech - passt nicht wirklich zusammen.
Wenn ich in der Schweiz ein Unternehmen betrete fehlen erst einmal drei Dinge: Wurst - Bier - und Fußball. Betriebsfeste mit einem Bon für eine Bockwurst mit Senf gibt es auch weniger.
Die deutschen Unternehmen leiden unmerklich an der kulturellen Schwere des deutschen Volkstums. Das ist buchstäblich alt - abgehangen - und eingesessen, man bekommt es auf gut Schweizerdeutsch gesagt: am Ranzen und am Rücken.

Der Sprung in die Moderne heißt: Technik nicht Selbstdarstellung: Überlegenheit ohne die Krücke der Politik, Produktwert vor Geltungswert - überlegen in der Sache und bescheiden im Auftreten.

Die Unwichtigkeit jeder Darstellung schafft den Raum für brillante Produkte, die vor den Chef treten, vor das Management und der Manager in der Badehose dastehen kann und jeder auf das Erzeugnis stirrt und keiner mehr weiß wie der Unternehmer ausgesehen hat, so frei nach dem Satz: Vergiss den Verkäufer, die Ware ist geil !

Wenn die Produkte nur noch den Altar um den Papst der Produkte abgeben sollen, es also ein narzisstisches Format wird, verliert ein Betrieb auf dem Fuße.
Es täte vielen deutschen Unternehmen gut, sich in einer bewußten Betriebspolitik von der Politik fern zu halten um international nicht als heimliche altbackene Wurstbude befühlachtet zu werden.

Und man muß fairerweise auch sagen, daß Deutschland mit der Kraft aus den 80ern (Hameg) bis Anfang der 2000er noch irgendwie den Anschein trug "modern" sein zu können. Mit dem Jahre 2005 und einer berühmten Kanzlerschaft aus den Presswerken der Kombinate endete jeder Spirit endgültig.

Wenn Kohl das Ausruhen auf den Lorbeeren gewichtig versinnbildlichte und Schröder die Verbilligung des Niveaus verkörperte, Merkel ist der Korken in der essigsauren Schaumweinflasche.
Man kann mit einer gewissen Berechtigung sagen, daß Helmut Schmidt die letzte moderne Regierung  der Republik gestellt hat.

Und jetzt geht es um das Abwirtschaften bei einigen wenigen guten Stücken auf einem Weltmarkt bei "Bares für Rares".





Samstag, 1. August 2020

Die Wirtschaft braucht Sexappeal.

Wenn man jetzt die Wirtschaft restlos totcoroniert hat, was wird bleiben ? Zunächst einmal Trusts und Holdings und alles mögliche an Staubsaugern auf dem Teppich der Insolvenzen.

Dann wird Amerika eine anti - trust - Gesetzgebung auf den Weg bringen - ist ja geschichtlich schon nicht ganz unbekannt und dann ?  
Deflation auf dem Warensektor und Inflation bei den Dienstleistungen, gut, eine Verlagerung von der Realwirtschaft in die reine Mehrwertwirtschaft - und dann ?
Wenn die Firmen weg sind und es wieder einen Bedarf geben wird, steigen die Preise für gewisse Produkte astronomisch und dann ? 

Wenn ich die Krise ausblende und nur die Frage nach dem Bedarf stelle, so fällt der Bedarf solange weg, bis man ihn nicht in die Welt gebombt hat, sprich durch eine Wertvernichtung für den Bedarf sorgt. 
Wie das passieren wird, weiß ich nicht, das sind alles Planspiele mit mehr oder minder guter Validität. 

Die Sättigung ist ein Faktor, die Übersättigung auch. 

Ein Kondensator kann aus einem Angebot an Ladungsträgern solange einen Strom ziehen, wie er selber nicht gesättigt ist. Wenn der Kondensator gesättigt ist, dann wird er nichts mehr ziehen, er wird auf dem Erhaltungsniveau rippeln, mehr aber auch nicht. 

Rippeln heißt: 

SÄTTIGUNGSVERBRAUCH

Die Krise ist auch eine wiederum an eine Sättigungsgrenze gebundene negative Verstärkung des Verbrauchsladungseffekts in der Entladung als Bedingung für den Ladestrom - Konsum. 

Die Wirtschaft hat keine Ideen, die Leute haben keine Ideen, es kommen keine Produkte, die neugierig machen, die auch einen Anspruch in sich tragen - mehr als nur praktisch zu sein. 

Der Wirtschaft fehlt jede Erotik. 

Wir glauben an nichts mehr, an nichts Erreichbares, nichts jenseits unserer Fähigkeiten, uns fehlt der Anteil der Fiktion von narrativen Phantasien, die nicht moralisch sind, sondern ein Streben nach etwas, was wir erbauen, wie Kinder die Sandburgen. 
An den Narrativen der Moral fehlt es um so weniger, je ärmer wir in den Narrativen des Erfindens und Träumens werden. Und das Fehlen der Träume und ihr Übergang in "Technik, die begeistert", das ist das Problem im Grunde aller Dinge. 
Die Welt hat eine Sinnkrise, der Mikrochip hat uns das Reisen durch die Zeit nicht ermöglicht und er hat keine Kriege verhindert, er hat uns nicht besser gemacht als industrialisiert zu sein. 

Die Welt nach dem Smartphone und immer der gleichen App, wie soll die aussehen - nach der Smart- Watch, nach dem perfekten Computer, der nicht mehr tut, als uns bei der Kommunikation zu ersetzen, die wir auch im Cafe schöner führen könnten ?!

Die Sinnkrise ist doch viel tiefer gehend: Facebook, Whatsapp, das alles ist das tausendste Format einer Website und eines Chat. Das ist alles ein Format der 1980er Jahre und keineswegs irgendetwas "Neues" oder Innovatives, die Ideen sind grundlegend asbach. 

Nach DotCom kamen die sozialen Netzwerke, die uns nicht besser machen als wir sind - und weiter ? 

Nach der Erreichbarkeit und dem Fernsehen in der Tasche, nach der Nabelschnur Smartphone, nach Strings und Tittenpaint aus dem Internet, was soll für eine Marktstruktur folgen. DotCom ist verbraucht und es schafft keine Befriedigung, keine Hobbies und keine Freunde über das Maß der digitalen Prostitution hinaus. 
Was bleibt ist ein riesiger Berg aus Defektgefühlen, aus einem Hunger nach einem Leben, daß das Maß den Bekannten verläßt. Dieser Bedarf muß nicht einmal ein expliziter Marktbedarf sein, es ist ein psychologischer solcher - ob der nun der Verdrängungsmasse anheimfällt oder offenbar wird, spielt keine Rolle für die Frage nach der Faktizität. 

Das Leben jenseits seiner Nur-Bedingtheit in Interaktion, das ist ein Defektwert. 

Wir können die Produkte vergemeinschaften, bis man nichts mehr für das Ich des Menschen verkauft. Das Ende der produzierenden Wirtschaft ist ihr aufgehen in der suggestiven Wirtschaft und diese frisst die Grundlage für den Drang nach Suggestion (Gegenkopplung). 

Das Smartphone ist nur der C64 für die Hosentasche, nichts anderes, es ist sozial eine Krücke, eine Behindertenhilfe, nichts weiter.

Das ist ein Markt, der einige reich macht, einigen Erfolg bei wenigen beläßt, aber es ist keine nachhaltig funktionierende Marktwirtschaft in der Frage der technologischen Bedingung für den Erhalt von Zivilisation !
Wenn jeder ein Smartphone kauft, wird kaum einer sein Entwickler, sondern die Verblödung weg von der Kulturleistung, die in diesem kleinen Kasten steckt ist mit seiner bloß dummen Nutzung angelegt. D.h. der Konsum und die Verlagerung eines Produkts auf die Dienstleistung konzentriert deren Infrastruktur wieder - in dem Fall bei China ! Der Dienstleister ist der Clown desjenigen, der ihm die Instrumente für die Dienstleistung erst liefern muß um die Dienstleistungsgesellschaft real sein zu lassen.
D.h. der Westen würde sich - auf dem Pfad der Dienstleistungsgesellschaft verharrend - zwangsläufig zum abhängigen Deppen der Länder machen, die die elektronische Infrastruktur herstellen und selber bewußt nicht nur Dienste leisten, sondern auch segmentiert materielle Produktionen unterhalten.
Für den Geist alleine gibt es kein Geld, selbst die Kirche muß am Sonntag ein Theater veranstalten um ein Mindestmaß an Gegenleistung zu bieten.
Das Interesse einer realen Ich - Identität ist die Grundlage für eine Erkenntnis aus diesem veranlagten Interesse. Das ist aber eine Frage der ureigenen Eigenschaften ohne den Anteil sozialer - fiktiver - virtueller Anteile, die auch Illusionen beinhalten können, die das Interesse interdependent - gespannt halten und seine Schwingung und Realität unterbinden.

Der fiktive Anteil wurde derart pervers in die Höhe gepusht, daß man jetzt an genau dieser Blase scheitern wird, wie sie aufzeigen wird, was an infrastruktureller Wirtschaft versäumt wurde.
Das kann auch gut laterale Erfolge hervorbringen, immer weitere Verästelungen und Zweige weiterer fiktiver Anteile, das Grundproblem des Verlustes infrastruktureller Kompetenz wird auch dieser Erfolg nicht im Maß der gegenwärtigen Struktur beheben.


Die Probleme werden - teils sehr erfolgreich - verlagert, nicht gelöst. 


Die Deutschen und der halb - ewige Schatten des Ersten Weltkrieges.

Die Krise ist ein deutsches Identitätsmerkmal und eine geschichtliche Konstante. Hintergrund ist unschwer zu erahnen die Folge aus dem Jahr ...