Mittwoch, 30. September 2026

Christa Gail Pike: Das christliche Amerika und seine Vergeltungssucht wider die Psychologie

Colleen Slemmer wartete 30 Minuten auf ihren Tod, Pike 30 Jahre, teils in Isolation. 

 

Wer in der Frage eines Mordes Gleiches mit Gleichem aufwiegt, misst sich am Mörder. 

Eine Hinrichtung vor Medien und Zeugen ist also eine Tötung mit Publikum wie bei Caligula. 

 

Eine Frau vor Schaulustigen zu töten halte ich nicht nur anfänglich für pervers und letztlich nimmt sich das staatlich verbrämt fast übler aus, als die Schlachterei der Täterin, die zum Urteil führte. 

Pike ist bipolar gestört und war 18: Richter und Gouverneure, die Superchristen der garantiert nicht praktizierten Vergebung der Sünden sind erwachsene Leute, denen man zurechnen sollte etwas von Psychologie und deren Krankheitsbildern zu wissen. 

 

Pike hatte beim Töten von Slemmer zwei Zeugen und Mitwisser, - der Staat Tennessee bietet eine ganze Öffentlichkeit auf an der Tötung einer pathologischen Lügnerin Teil zu haben. 

Letztlich ist Tötung Tötung und psychodynamisch gesehen ist die Sensationsgeilheit der Öffentlichkeit ein Aftermarket des Mordes selbst. 

D.h. die Meute, der Pöbel ist Publikum im Theater der mal strafbaren, mal legitimierten Tötungen. 

 Einen Körper bei einer staatlich vollzogenen Tötung zur Schau vor Zeugen zu stellen halte ich für mittelalterlich, und in diesem Maß für in sich komplementär - pathologisch. 

 Die Nadel, - die Penetration, der Tod als Befriedigung eines Triebes, den man als Gerechtigkeit preist. 

Der Tod von Slemmer ist auch nicht schlimmer als das Sterben nach einem Napalm - Angriff.

Im Fall von Kriegsverbrechen halte ich die Todesstraft absolut für legitim. Und es hätten durchaus mehr Hexen aus den KZs für ihre Widerlichkeit gerichtet gehört. 

ABER bei psychopathologisch fußenden Tatkomplexen Einzelner ist diese Strafe so wenig legitim, wie eine Entlassung in der Schuldumkehr im falschen Mitleid. 

Eine Christa Pike gehört weder jemals wieder auf die Menschheit losgelassen, allerdings auch nicht auf eine Sado - Maso - Liege für die Meute christlicher Bigottierie damit diese sich durch Gesetze beschirmt ebenfalls am Töten aufgeilen kann. 


Sich durch eine verkorkste Normalgesellschaft die Monster zu züchten, die man später wie Tanzbären durch die Tötungssäle führt ist eine Wesenart der US - Gesellschaft, die ich für erdenklich unmenschlich und ergo verachtungswürdig halte. 

Der Wettbewerb der staatlichen Totmacher mit den Mördern ist alles andere als psychodynamisch gesund und wahrscheinlich ist diese vom Staat vertretene Verrohung ein gewichtiger Baustein in der Konvention des Tötens in der Idee von Befriedigung, die als Gerechtigkeit verbrämt daherkommt. 

 

Abstrakt bleibt die Macht über den Körper das Merkmal, das Mörder und Vollstrecker verbindet.  

 

Pike hat einen durchweg verschlagenen und gewiss widerwärtigen Charakter. Sie ist krank, impulsiv und hochgradig gefährlich. Aber die Tatsache, daß ich jemanden ekelhaft und abstoßend finde ändert nichts an der Tatsache, daß man sich nicht an diesem ontogenetisch erworbenen Umstand weidet wie eine Horde römischer Besucher von Gladiatorenkämpfen. 

Ich verliere sehr schnell die Unterscheidungsfähigkeit, wer mich dann letztlich mehr ekelt, die Pike oder die amerikanische Öffentlichkeit mit lauter Moralchristen, die mit Schaum vorm Maul ihrer Sontagsschulgerechtigkeit als der fertigen Götze des Ego dienen. 

Die Tötung der Mörderin als Gottesdienst für das Mordopfer ? Wenn die USA als militärischer Multi - Milliarden - Konzern es verpassen bei ihren Kindern eine state - of the art - Früherkennung zu leisten, kann es nicht die Lösung sein, diese sozialen Versäumnisse später mit Giftspritzen zu entsorgen.

 

Das Job - Corps ersetzt, gleich der Kadettenanstalt NICHT ein gewisses Maß an Liebe und Empathie.  

 

Da ich selber radikale Christen kenne und schrullige Segungen empfing kann ich sagen, daß der Sontagsschulgewalt entlaufene, - mißlungene Erziehungsexperimente kategorisch nicht in die Selbstverantwortung fallen. 

Das ist die Knochenleim - Puppenmacher - Stube für eine psychologische Programmierung auf das Maß der Sünde ohne Anlaß. Der Mensch soll sich schuldig fühlen für nichts. 

Das ist das Rezept mit dem man sich die Monster regelrecht zusammenkocht.  

 

Ich mache keinen Hehl daraus, daß ich das Wort "Jesus" schon nach wenigen Akten dieser verlogenen Machtmißbräulichkeit nicht mehr hören kann. 

 

Das Christentum ist eine kranke Gehirnwäsche - Religion in welcher man aus Sex und Leben Schuldgefühle synthetisiert wie ein Heroindealer seine Ware mit Rattengift streckt. Diese christliche Bet - Fabrik wäre der beste Anlaß Atheist zu werden, wenn man Gott an dieser boshaften Lügnerei messen würde. 

Ohne gute Rabbiner und bitte keinen schlechten solche wäre man unter Christen ein Tourist in der Hölle ohne Reiseapotheke. Ich sage nichts gegen die Show mit Jungfrauen und Erzengeln mit Gemächt, aber Schauspieler möchte ich in diesem Theater nicht sein. 

Ich halte überhaupt nichts von diesen hysterisch - schrillen, todes - erotischen Moralaposteln, die mich am Tisch umbringen würden wenn ich beim Gebet erwähnte, daß das Essen zum Kotzen schmekt. 

Und genau diese bigotten Heuchler sind das moralische Rückgrat der US - Gesellschaft. 

Pike ist ein Produkt dieser Struktur, sie wurde als Mensch geboren und hatte keine Möglichkeit, mehr als schizoid und verwahrlost zu werden. 

Nicht jeder geht aus Mißbrauch und Gewalt weise und als Literat hervor. Vulnerabilität bis zum Spiegel - Abbild des Bösen in unbewältigten Erfahreungen ist eine Wahrscheinlichkeit. 

 

Es ist Lotto, ob man ein Trauma überlebt oder ob man sein Kopierapparat wird. 

 

Für diese Wahrscheinlichkeit den Tod zu verfügen halte ich für ein Hochamt der Anmaßung und Vermessenheit. 

Ich lerne nichts aus einem Opfer, wenn ich aus ihm das nächste Opfer ableite. 

Dieser Satz gilt NICHT für Kollektive wie die NS - Gesellschaft oder die Attentatsgesellschaft vom 07.10.. 

Psychologie als Zugang wendet sich dem Menschen zu, nicht Bienenstöcken des vergemeinschafteten Bösen. Ich halte damit die Bombe auf den Umstand des Bösen für legitim, den Galgen für Wahnsinnige nicht.  

Menschen kann man ergründen, ihre kollektive Systematik verstehen. Wenn ein System oder eine Ideolologie den Mord bedingt, gilt dieser Anlauf auf die Sache nicht. 

 

Wenn die Insassen von Dachau ihre Peiniger zermatschten ist das durchaus gerecht. Aber es ist ein Unterschied, ob man eine tollwütige Herde von moralischen Giftteutonen vor sich hat, oder ein Mädchen mit einer durchaus gut erkennbaren Persönlichkeitsstörung. 

 

Herta Bothe ließ man laufen und dieses Dreckstück deutscher Hausmannskost war nun wahrlich mehr als ein geistesgestörter Teenager. 


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Christa Gail Pike: Das christliche Amerika und seine Vergeltungssucht wider die Psychologie

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